Gaspreisentwicklung
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Die Entwicklung des Gaspreises

Auch 2022 müssen Verbraucher aufgrund verschiedener Faktoren mit weiteren Erhöhungen des Gaspreises rechen, nachdem bereits Ende 2021 eine deutlicher Preisanstieg zu verzeichnen war.

Der Trend ist eindeutig.

Seit dem Preistief in den Jahren 2017/2018 scheint der Gaspreis nur noch eine Richtung zu kennen: nach oben. Was sind die Gründe dafür und welche Faktoren werden die zukünftige Entwicklung beeinflussen?
Neben der weltweit steigenden Nachfrage bei begrenztem Angebot sind die erhöhte CO2 -Steuer sowie der Anstieg der Netznutzungsentgelte zusätzliche Preistreiber. Diese Belastungen für die Anbieter werden an den Kunden weitergegeben, sodass der Geldbeutel der Privathaushalte dies deutlich zu spüren bekommt.

Die nackten Zahlen zum Gaspreis sprechen eine eindeutige Sprache.

Laut CHECK24 haben mehr als 630 Gasversorger für das Jahr 2022 angekündigt, dass mit einer Teuerung von durchschnittlich 62,3 Prozent zu rechnen ist. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Kilowattstundenpreis von 9,7 Cent. Bei manchen Anbietern werden die Preiserhöhungen wohl noch höher ausfallen. Extreme Gaspreisentwicklungen von mehreren 100% Teuerung sind nicht ausgeschlossen. Rund 2,7 Millionen Haushalte werden voraussichtlich betroffen sein.

Gaspreisentwicklung

Auswirkungen auf Privathaushalte: Deutliche Mehrbelastungen zu erwarten

Was bedeutet die Entwicklung konkret für Ihre Finanzen? Für eine Familie mit einem Einfamilienhaus ergibt sich folgendes Rechenbeispiel: Bei einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh stellen sich für das Heizen Mehrkosten in Höhe von ca. 950 Euro jährlich im Vergleich zum Vorjahr ein. Diese beachtliche Summe wird sich für viele Menschen wohl deutlich im Haushaltsbudget bemerkbar machen.

Mehrere Faktoren sind ausschlaggebend für die Entwicklung

Besonders der Klimaschutz bestimmt die Gaspreisentwicklung. Wie bereits erwähnt ist die neu eingeführte CO2- Steuer ein kräftiger Preistreiber. Sie wurde eingeführt, um den Übergang zu grünen Energiequellen durch einen finanziellen Anreiz zu beschleunigen. So zahlen Gasanbieter seit Januar 2021 einen Steueraufschlag, um CO2 verkaufen zu dürfen. Dieser Aufschlag soll in den kommenden Jahren schrittweise erhöht werden, was zu weiteren Gaspreissteigerungen führen wird.
Ebenso sind die gestiegenen Netznutzungsentgelte für den Preisanstieg verantwortlich. Es wird ein bundesweiter Anstieg von rund 3% prognostiziert. Die Erhöhungen variieren jedoch je nach Bundesland. Da die Netznutzungsgebühren rund 25% des Gaspreises ausmachen, ist auch dieser Faktor ein erheblicher Preistreiber.

Preisvergleiche können sich lohnen.

Leider werden Sie eine höhere Heizrechnung für 2022 mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht vermeiden können. Trotzdem lohnt es sich die Anbieter gründlich zu vergleichen. Immer wieder lässt sich aufgrund der großen Preisunterschiede durch genauere Recherche viel Geld sparen. Auch der Ausblick auf die kommenden Jahre ist nicht viel erfreulicher. Weitere Erhöhungen des Gaspreises scheinen vorprogrammiert zu sein.

Bildnachweis: FedotovAnatoly/Adobe Stock

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